Die Schöpfung
Die Elemente Wasser, Luft und Erde formen das Land. In den Alpen bilden Fels und Eis raue Schönheit, die Flüsse bahnen sich ihren Weg. Zusammen mit Almen, Wiesen und Wäldern werden sie zum Lebensraum Österreich.
Die ersten Spuren
Der Mensch betritt die „Weltbühne“ und hinterlässt seine ersten Spuren. Aus Pfaden werden Wege, die West und Ost verbinden, Nord und Süd. Das Land wird zum Raum der Erkundung und zur Quelle des Überlebens.
Die Niederlassungen
Der Mensch wird sesshaft. Dort, wo er Schutz und Nahrung findet, entstehen die ersten Siedlungen und damit Keimzellen einer vielschichtigen Kulturlandschaft. Jahrtausende später werden nur noch Überbleibsel vom Leben und Überleben in dieser Zeit erzählen.
Die Viehzucht
Der Mensch beginnt, Tiere zu halten. Die Domestizierung verändert das Verhältnis von Mensch und Tier grundlegend. Auch das Landschaftsbild der Almen und der Ebenen erhält durch Viehzucht eine neue Prägung.
Die Erde untertan machen
Der Mensch lernt, die Erde zu bestellen. Getreide, Gemüse, Obst werden zu Nahrungsquellen. Er lernt weiter, dem Rhythmus der Natur für das eigene Überleben zu folgen. Unwetter und Schädlinge bedeuten Hunger, gute Ernten bedeuten Nahrungsüberschuss und Überleben.
Der Aufbau
Die landwirtschaftlichen Siedelungen werden größer und komplexer. Die wachsenden Ansiedlungen verlangen nach Ordnung, Regeln und neuen Strukturen. Österreich formt sich als Geflecht regionaler Zentren mit eigener Prägung.
Die Machtsymbole
Gesellschaftliche Ungleichheit zeigt sich in Bauwerken wie Burgen und Schlössern. Macht und Reichtum hinterlassen steinerne Spuren in der Landschaft – sichtbar von weitem, imposant und einschüchternd. Die Architektur wird zum Werkzeug der Herrschaft und zum Zeichen gesellschaftlicher Hierarchie.
Die Kulturlandschaft
Durch sein Tun und seine Lebensweise prägt der Mensch Kulturlandschaften und verändert damit nachhaltig das Landschaftsbild. In der Wachau entsteht durch den Weinbau eine neue Kulturlandschaft, die so einzigartig ist, dass sie im Jahr 2000 von der UNESCO auf die Liste der Welterbestätten aufgenommen wird.
Das Spirituelle
Jenseits des Materiellen hat das Spirituelle seinen Raum. Sakrale Bauwerke entstehen nicht nur als Zeugnisse des Glaubens, sondern verbinden symbolisch das Diesseits mit dem Jenseits. Zugleich sind sie steingewordener Ausdruck kirchlicher Macht.
Die Siedlungen
Die Besiedelung wird dichter und bringt neue Strukturen hervor. Märkte entwickeln sich zu Städten wie Wien oder Salzburg. Auch wenn sie organisch wachsen und damit keinem architektonischen Gestaltungsprinzip folgen, kreieren sie mit ihren Bauwerken, Straßen und Plätzen faszinierende neue Raumkonzepte.
Die gestaltete Schönheit
In den Gärten des Barocks muss sich die Natur dem Ordnungswillen des Menschen beugen. Mathematik, Symmetrie oder Geometrie werden herangezogen, um den scheinbaren Triumph des menschlichen Geistes über das Wesen der Natur darzustellen. Die Natur wird zur Bühne degradiert, auf der sich die Herrschenden inszenieren können.
Die imperiale Pracht
In der kaiserlichen Residenz Schloss Schönbrunn spiegelt sich der Anspruch auf absolute Herrschaft und Weltgeltung des Habsburgerreiches wider. Architektur und Gartenkunst verschmelzen hier zu einem Gesamtkunstwerk imperialer Repräsentation. Hier finden sich alle Elemente des Barocks und ihres Lebensgefühls – sinnlicher Genuss, größtmögliche Opulenz und mathematische Strenge.
Die Formen
Bei der Gestaltung der Landschaft kreiert der Mensch faszinierende neue Muster und Strukturen. Aus der Vogelperspektive offenbaren sich geometrische Muster, die eine eigene ästhetische Qualität besitzen. Besonders im Winter, wenn Schnee und Schatten die Eindrücke zusätzlich verstärken, lassen sich einzigartige neue Formationen erkennen.
Die Metropole
Eine römische Siedlung am Ufer der Donau wächst zur Metropole Wien, die in Folge ein Weltreich regiert. Aus dem römischen Legionslager Vindobona wird über Jahrhunderte eine der großen Haupt- und Residenzstädte Europas. Wien verknüpft Ost und West, Kunst und Politik, und strahlt weit über seine Grenzen hinaus.
Das Vergnügen
Was einst den Machthabern vorbehalten war, ist nun für alle gesellschaftlichen Schichten erreichbar – Freizeitvergnügen. Arbeit sichert nicht mehr das bloße Überleben, sondern ist Grundlage von Wohlstand, der in Zeit und Geld zum Ausdruck kommt. Die Freizeitlandschaft wird zum neuen Abbild gesellschaftlichen Fortschritts.
